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Adolf-Reichwein-Archiv
Das Adolf-Reichwein-Archiv befindet sich seit 1997 als Depositum des
Adolf-Reichwein-Vereins e.V.
im Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für
Internationale Pädagogische Forschung.
Erarbeitung einer historisch-kritischen Werkausgabe der pädagogischen Schriften
Adolf Reichweins
Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Bundesländer Brandenburg, Hessen,
Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Hans Böckler Stiftung, der
Stiftung "20. Juli 1944" und der Zeit-Stiftung sowie von Bundeskanzler Gerhard Schröder wird derzeit in einem
gemeinsamen Projekt der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung und des Adolf-Reichwein-Vereins eine
historisch-kritische Werkausgabe der pädagogischen Schriften Adolf Reichweins erarbeitet. Ziel des Unternehmens ist eine
fünfbändige gedruckte Ausgabe sowie eine digitale Gesamtausgabe.
Robert Bosch Stiftung
ermöglichte Erschließen des Reichwein-Archivs
Die im Adolf-Reichwein-Archiv enthaltenen Sammlungen dokumentieren Reichweins
Schaffen als Jugend- und Erwachsenenbildner, Volkskundler und Wirtschaftswissenschaftler
und seinen Einfluss auf sein politisches und kulturelles Umfeld.
Außerdem enthält es die Korrespondenzen des Adolf-Reichwein-Vereins.
Das Adolf-Reichwein-Archiv ist nicht im strengen Sinne als Archiv oder als
Nachlass des Pädagogen Reichwein zu verstehen, sondern als eine nahezu vollständige
Sammlung verschiedener Materialien wie Bücher und Zeitschriftenartikel
von und über Reichwein, Dissertationen, Studentenarbeiten, Berichte aus
der Arbeit von Schulen, die den Namen Reichweins tragen, Erinnerungen von
Freunden und Zeitgenossen, filmische Dokumentationen und Ausstellungen
zu Leben und Werk Adolf Reichweins.
Die Ausstellungen können über den Adolf-Reichwein-Verein ausgeliehen werden,
und die Sammlungen werden ständig durch die neuesten Veröffentlichungen
vervollständigt, sodass es sich um eine offene, lebende Sammlung handelt.
Original sind einige hundert Briefe Reichweins und ebenfalls einige hundert Fotos,
ergänzt durch jeweils einige hundert Briefkopien und Reproduktionen von
Fotos.
Inzwischen ist die durch die finanzielle Unterstützung der
Robert-Bosch-Stiftung ermöglichte
Verzeichnung des Adolf-Reichwein-Archivs abgeschlossen.
Der Bestand kann in der Archivdatenbank
recherchiert werden. Literatur von und über Adolf Reichwein ist außerdem unter
Bildungsgeschichte Online
(Datenbank der Bibliothek)
recherchierbar.
Zur Geschichte des Reichwein-Archivs:
Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begannen auf Initiative von Frau Rosemarie Reichwein einige
der engsten Freunde Reichweins wie Hans Bohnenkamp, Albert Krebs, Wolfgang
Schuchhardt, Paul Hensel, Harro Siegel, Hellmut Becker, Carl Rothe u.v.a.
mit dem Aufbau des Adolf-Reichwein-Archivs.
Da sie sich dabei wegen der Ausbombung der Berliner Wohnung Reichweins 1943 auf keinen Nachlass
stützen konnten, mussten alle Materialien erst auf vielen Umwegen in mühseliger und oft aufopferungsvoller
Kleinarbeit zusammengetragen werden. Das seinerzeit unter der Leitung von
Prof. Dr. Hans Bohnenkamp stehende Reichwein-Archiv war zunächst an den
Pädagogischen Hochschulen in Celle und Osnabrück untergebracht, ehe es
1973 an die Universität Münster verlegt wurde. Hier ist es bis zu seinem
frühen Tod im Jahre 1986 von Prof. Dr. Wilfried Huber verwaltet worden.
1989 wurde das Archiv in die Universitätsbibliothek Marburg verlagert,
wo es bis 1997 Dr. Ullrich Amlung geleitet hat. Seit Mai 1997 befindet
sich das Reichwein-Archiv in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche
Forschung.
Literatur:
Adolf Reichwein. 1898 - 1944. Reformpädagoge,
Volkskundler und Widerstandskämpfer. Vorträge im Rahmen einer Akademischen
Feierstunde anläßlich der Übergabe des Adolf-Reichwein-Archivs am 1. Dezember
1989. Marburg 1990. (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg ; 50)
ISBN 3-8185-0075-4
Ullrich Amlung: Adolf Reichwein. 1898
- 1944. Eine Personalbibliographie. Marburg 1991. (Schriften der Universitätsbibliothek
Marburg ; 54)
ISBN 3-8185-0087-8
Haubfleisch, Dietmar:[Rezension von:]
Ullrich Amlung: Adolf Reichwein 1898-1944. Eine Personalbibliographie.
Marburg 1991 (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg, 54). - Adolf
Reichwein 1898-1944. Reformpädagoge, Volkskundler, Widerstandskämpfer.
Vorträge im Rahmen einer Akademischen Feierstunde anläßlich der Übergabe
des Adolf Reichwein-Archivs am 1. Dezember 1989. Redaktion: Ullrich Amlung
und Walter Wagner. Marburg 1990 (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg,
50). In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte. Jg. 41 (1991), S. 374-376.
- Wieder: Marburg 1997:
http://archiv.ub.uni-marburg.de/sonst/1997/0003.html
Ullrich Amlung: Adolf Reichwein 1898-1944.
Ein Lebensbild des politischen Pädagogen, Volkskundlers und Widerstandskämpfers.
2 Bde. Frankfurt 1991. (Sozialhistorische Untersuchungen zur Reformpädagogik
und Erwachsenenbildung ; 12 und 13)
ISBN 3-7638-0161-8
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