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Ew. Wohlgeborn werden es ganz
natürlich finden
wenn ein den für
<auslebende> Erziehung fast die ganze
Zeit seines Lebens
lebender wirkender Mann eben im Interesse der Volkserziehung und
besonder[s] <in dem der ? ? > sich in Ihrer Person zugleich an
den
VolksSchriftsteller, an den Redactör einer volk[s]thümlichen
geistreichen Zeitschrift <u.> an
das Haupt einer
Stadtgemeinde, an den kräftigen als Muthvoll
ausdauernden
Landt[a]gsdeputirten, und in allen diesen zusammen
an den
denkenden sorgsamen Familienvater wendet; denn es kann
nicht
anders seyn in allen diesen Beziehungen
werden sind Ihnen die Erscheinungen
u Eigenth. wird ist Ihnen
der
Charakter der Zeit in seiner <ganzen> Stärk[e] <ganz> entgegen getreten darum
Ihr
so kräftiges als ausdauerndes Entgegenwirken gegen
denselben
- Spaltung - Trennungen - Entgeg[nung]en - Widerspruch
<Partheiungen> bis ins Kleinste - Anfeind[ung]en - <all[s]eitiges> Krieg der allseitigen
freyen Entfaltung - innerer
Krieg - Materialismus Despotie der
äußern Menschen Selbstsucht; Arbeitscheu jene <einreißenden>
Zeichen in allen Lebensverhältnissen das sind die Zeichen der
Zeit[.]
Alles dieß äußerliche Despotie <Funke> u innerliche
Leere <Zünder>,
das sind die Zeichen die Erscheinungen der
Zeit die den denkenden u
christl. menschenfreundl. Mann
mit
Sorge und Kummer mit trübem Blick in die
Zukunft erfüllen.
Dagegen erhell[t] sich aber gleichsam vom Instinkt
getrieben
auf der andern Seite die <berührende> Sorge für
die Kinder
zunächst der Armen
gleichsam ahnend, daß es eben die Kindheit
sey
durch deren Pflege u Erziehung den Leiden der
Menschheit
geschlossen entgegen gewirkt werden solle u
müsse.
Und so ist es; doch diese Ahnung muß nach <einem>
Mittel
u Zweck u Ziel zur klaren
Einsicht erhoben werden.
Und in dieser Hinsicht ist es eben,
warum ich
mir erlaube hier zu Ihnen zu kommen. Darf
ich darum
bitten so lassen Sie uns allem zuvor
die Zeichen die
Erscheinungen der Zeit noch einmal recht scharf ins
Auge
fassen;
daß sie, sich gegenseitig anfeinden
Trennungen
daß sie Streben nach Äußerlichkeit d.i.
dem
Materialismus opfernd
sind
und alles das sind von [sc.: was]
aus
all diesen beyden hervorgeht Selbstsucht,
Arbeitscheu ganz ein äußeres und inneres Zerfallen aller
Lebensverh.
dieß liegt wohl klar vor /
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Wann und wie ist da zu helfen und das was
dagegen geschiehet scharf ins Auge [fassen.]
Wir müssen nun
erkennen, daß man diese Krankheiten der Zeit
vielfach erkannt und
daß man schon vielfach entgegen zu wirken
u sie zu heben gesucht
hat; allein eben so müssen wir auch er[-]
kennen daß dieß im
Großen Ganzen noch nicht zu dem so nöthigen
Ergebniß geführt hat;
doch sehen wir zu einem treibt gleichsam der Instinkt
es ist dieß
die frühe Kindheitheit Beachtung u Bewahrung
besonders der
niedern Stände, indem
man sich durch einen
ge-
wissen Schein teuschen läßt nicht zu leugnen ist daß
eben hier eine
große Quelle aller jener Fehler der Zeit liegt,
doch müssen wir
auch aufrichtig seyn sie liegt nicht in einer
einzigen Classe nicht in einer
einzigen nicht weniger
blos in der niedern armen Classe u Stande,
sondern sie liegt in
der (Gesammtheit in der Gesammten) Erfassung
der gesammten
Kindheit u Jugend Beachtung u Pflege denn wir
müssen tief
erkennen, daß wir die Spuren u die Keime der
Leiden des spätern
bürgerl. geselligen religiösen Wirken[s], gewerblichen
Lebens
schon in der Kindheit aller Stände u Verhältnisse
finden, denn
die Kindheit u Jugend ist es ja eben in der sich
die
Erscheinungen die Guten wie die Schlechten, des spätern
Lebens
so leicht abspiegeln[.] Also zur Kindheit u Jugend müssen
wir
uns wenden[.] Hier bemerken wir nun erstl.
1) das
[sc.: daß] das Menschenleben was wie alles beginnende u kündende
eben das wichtigste ist daß es im großen Ganzen nicht
die
Achtung u Aufmerksamkeit erhält welche es fordert;
2) daß diese Aufmerksamkeit wieder besonders nur die
Niedern Stände trif[f]t ob gleich die Kinder der Mittel
u höhern Stände
sie nicht minder, ja oft noch mehr fordern;
3) daß ferner diese Auf so nur auf
die niedern u armen
von Classen beschränkte
Aufmerksamkeit mehr blos
nur eine <negative> rein
äußerl. bewahrende
ist
4) daß
aber bey äußerer Bewahrung recht wohl eine innere
Veranlassung besonders eben durch Unthätigkeit
des
geistigen Lebens statt finden kann und daß wir
diese
leider nur zu oft in den sogen. Kinderbewahr[-]
anstalten
erkennen müssen. Wollten wir aber die
Pflege des gesammten
deutschen Lebens in ihrem Innersten
in ihrem Keime in ihrer
Wurzel erfassen so ist dieß
einzig nur durch richtige Beachtung,
Pflege u Behandlung
des gesammten deutschen Kindheit[-] u
Jugendlebens mögl.
Der Lösung dieser Aufgabe ist nun seit vielen
Jahren
meine ganze Kraft u mein Denken u Streben hingerichtet
[Text bricht ab]