Hamburg am 13 Decbr 1849.
Lieber Renner.
Endlich empfangen Sie den Rest des Manuscriptes
zur ersten
Probenummer. Ich hoffe nicht nur, daß
es hinlänglich ist,
sondern daß noch etwas für die nächste
Nummer namentlich von den
erziehlichen Mittheilungen ü-
brig bleibt. Ich habe daher die
3e Nummer derselben aus
Dresden
einstweilen leis durch[ge]strichen,
weil ich es, um ja
das Mißverständniß möglichst zu vermeiden für
ange-
messen hielt wenn diese
Mittheilung in diesem Blatte
noch nicht, sondern erst in einem
späteren folgt. Allein
unbenutzt soll sie nicht bleiben. Die
Druckerei soll also
das Ma[nu]scr[i]pt gut verwahren.
- Die Vertheilung des Manuscriptes und die Anordnung
des-
selben habe ich hoffentlich im Vorigen klar angegeben, so
wie auch in dem beifolgenden Manuscripte.
Hinsichtlich
des Typographischen wollte ich mir eine
Andeutung erlauben: -
ich glaube das Wort Wochenblatt
würde
sich gut machen mit der Zierschrift, welche früher
von der
Gadowschen Druckerei bei den Worten
["]Fröbels Kindergärten"
angewandt wurde. Ich füge solche hier bei[.]
Der Name
Friedrich Fröbels im Beginne des Titels
ist wird aber wohl am besten
ganz schwarz vielleicht mit
gothischer Fractur gedruckt. Doch wie sollte
Ihnen die Beachtung
des Typographischen nicht wichtig und fern
seyn?-
Weiter erhalten Sie beikommend meine und Herrn
W.
Lange's Adressen für die Einladungsschreiben.
Herr
Motschmann u
Herr Meurer, die
ich beide grüße sind viel[leicht] /
[2R]
so gefällig
Ihnen die Adressen schreiben zu helfen.
Die Exemplare zu den von
Herrn Lange
angegebenen
Adressen können Sie vielleicht demselben hierher
senden
damit er solche von hier ab besorge, oder wie Sie es
sonst
am Rathsamsten finden.-
Damit es Ihnen auf keinen
Fall an Manuscript
mangle sende
lege ich auch noch von einem Reisebericht
W. Lange's nach England den Anfang bei; jedoch
hoffe und wünsche ich nicht, daß schon in dieser Nummer
von
demselben Gebrauch zu machen nöthig ist, weil
mir der Gegenstand
zunächst dem Blatte nach etwas
fern liegt.
Den leitenden Artikel für die nächste Nummer
[be]kommen
Sie auch baldigst.
Mein
lieber, geschätzter Herr Renner, seyn Sie
ja recht sorgsam
thätig - denn wir gehen einer
großen Entwickelung des Ganzen
entgegen und seien
Sie im Kleinsten
treu, damit wir das Größte
gewinnen: - die Theilnahme des Besten, Edelsten
und
Strebsamsten wie der Mittelreichen Zeige-
nossen. Sie
sorgen doch auch für recht gute Correctur?-