a) Entwurf
[89V]
An den
Bruder, an Middendorffen und Barop.
Es ist in der jüngsten Zeit mehrfach an mich die Forderung
geschehen,
mich über unser Lebensganzes und unser gegenseitiges
Gesammtes Verhältniß und zwar in und
für Gemeinsam-
keit und Gegenseitigkeit klar und mit Offenheit
auszusprechen. Um die Erfüllung dieser Forderung die auch die meine
ist die eine in der Gesammtheit der gegenwärtigen allgemein
vorliegenden Lebensthatsachen gegründet[e] und darum nothwen[dig]
auch die meine ist anzubahnen halte ich folgendes auszusprechen -
d.h. unser Leben selbst in seiner dadurch sich kund thuenden
Beziehung zum allgemeinen und in seiner Begründung im Allgem[einen]
nachzuweisen
für nothwg gz
unerläßlich für nöthig; die GrundIdee, der
Grundgedanke unseres Lebensganzen,
der
schon in der Zeit unseres Geborenseyns statt beginnenden neuen Menschheits
Entwickelungsstufe
in seiner individuellen Erscheinung
aber ist es ein wahres Erzeugniß und ein Gewächs der Gesammtzeit in welcher
wir jeder von uns in
<welcher
für uns wie er seinem
innersten Wesen nach eben ein ganz wesentliches und
unerläßliches
[Glied] einer scharf bestimmten
Menschheitsentwickelungsstufe und darum in seiner individuellen
Erscheinung und dad[urc]h gegeben in der Ausbildung wieder das
persönliche Eigenthum eines Jeden ist ist [2mal] und uns
entwickelten
bis selbst lebten -
in Beziehung auf die allgemeine Zeit - in
der gegenwärtigen Zeit her
die Idee, der GrundGedanke
ist ein neuer Menschheitsgedanken er mußte in der Zeit kommen wie er
denn auch vereinzelt sich vielfach aussprach - warum er zu uns
gekommen, dieß ist ein Geheimniß der MenschheitsG[eschichte.] Genug
uns ist er da u wir sind dessen Diener zum wenigsten erkennen
<müssen wir> denselben [.]
Idee u Gedanke
sind sind der Ausdruck einer ganz
neuen und den dem Entwickelungsgang der Menschheit noch
<nothwendig> nächsten Stufe der
MenschheitsEntwickelung
aufgewachsen,
unser Lebensganzes ist somit ein Erzeugniß, so ein wahres Bedürfniß
eine Forderung
der Zeit überhaupt wie der gegenwärtigen
insbesondere; es wäre für uns höchst
wichtig einzusehen und
nachzuweisen wie und warum der {Grundgedanke/die
GrundIdee}
unseres Lebensganzen, eben als ein Erzeugniß der
Allgemeinheit unter uns so bestimmt [sich] aus[gesprochen]
ge-
boren und heraufgewachsen sey (: In meiner ersten
Anzeigeschrift gebe ich dazu An-
deutungen:) - unser Lebensganzes
ist somit als Hervorgegangen aus der Zeit ein
Erzeugniß ein
wahres Bedürfniß und Forderung der Zeit überhaupt, wie der
gegenwärtigen insbesondere, wie wir denn auch in der Zeit eine klar
bestimmte Aufgabe zu erfüllen haben
(: dieß ergiebt sich klar
aus der inneren und inner-
sten wie äußeren Geschichte seines
Entstehens und Bestehens unseres Lebensganzen:) Und dieß
unser
Verhältniß in der Zeit und zur Zeit ist vor Allem wie von
jedem Einzelnen unter
uns so von uns als eine Gesammtheit und ein
Ganzes klar einzusehen und anzuerkennen
denn wer seine Stellung
im Leben nicht zu erkennen, und nicht
festzuhalten und zu behaupten
versteht ist ein Kind, ein
Unmündiger, ein Schwächling, oder ein
Thor oder ein Narr[.]
Dieß erkenne ich vor allem zuerst wie [als]
Grundforderung an mich, so aber auch als unerläßliche unaus[-] und
unabweisbare Pflicht.
Wir wir nun nur unser Entstehen als ein
Ganzes von dem Heraufkeimen der ersten GrundIdee desselben in jedem
Einzelnen an auf eine höchstmerkwürdigebeachtenswerthe und
viell[eicht] eines eigenen
Stadiums würdige Weise nur in der
Zeit, d.h. als eine wirkliche Entwickelung der Zeit u des Geistes
derselben gehabt haben, so haben wir somit auch nur
unser
Bestehen nur in der Zeit und durch
die Zeit d.h. in der allgemeinen durchgreifen[-]
den
An somit öffentlichen Anerkennung
nicht nur blos der Zeitgemäßheit un-
seres Strebens, sondern der
wirklichen und unerläßlichen Nothwendigkeit diesselben
in der
Zeit als einer im von dem Wesen des
Menschen liegenden geforderten
Entwickelungsstufe wenn überhaupt das gesellschaftl[iche] Leben in
der Zeit zu dem ihm bestimmten
Ziele kommen soll.
[bricht ab]
b)
Reinschriftfragment
[90]
An den Bruder,
an Middendorff und Barop.
Es ist in
der jüngsten Zeit mehrfach an mich die Forderung geschehen,
mich
über unser Lebensganzes und unser gegenseitiges
Gesammt-
verhältniß und zwar in und für Gemeinsamkeit und
Gegenseitigkeit
klar und mit Offenheit auszusprechen; um nun die
Erfüllung dieser
Forderung die in der Gesammtheit der
gegenwärtigen, allgemein
vorliegenden Thatsachen des Lebens
gegründet und darum auch noth-
wendig die meine ist, anzubahnen
halte ich nachstehendes auszuspre-
chen - d.h. unser Gesammtleben
selbst in seiner sich dadurch kund-
gebenden Beziehung zum
Allgemeinen und in seiner Begründung
im allgemeinen aufzufassen
und nachzuweisen für ganz uner[-]
läßlich nothwendig.
Die
Grundidee, der Grundgedanke unseres Lebensganzen,
denn davon muß
ausgegangen werden - ist ein wahres Erzeugniß
der schon in der Zeit unserer
Geburt begonnenen neuen Menschheits-
entwickelungsstufe, und ein
Gewächs der Gesammtzeit in wel-
cher er, wie Jeder von uns - wie
er seinem innersten Wesen nach eben
ein wesentliches und
unerläßliches Glied dieser scharf bestimmten
Entwickelungsstufe
der Menschheit, und darum als Gedanke
in seiner persönlichen
Erscheinung und dadurch gegeben, auch in
der Ausbildung wieder
das persönliche Eigenthum eines Jeden von uns
ist. – [bricht ab]